Vier Missverständnisse zum Yoni-Ei aufgedeckt

Das Yoni-Ei ist so ein Geschenk, doch während dieses Wunder-Ei den Weg in den Mainstream macht, verbreiten sich auch gleichzeitig einige Missverständnisse darüber.

Die Meisten wissen nicht, wie sie es verwenden sollen oder verwenden es auf eine Art, die kontraproduktiv ist und genau das Gegenteil bewirkt von dem, was wir wollen.

Nicht so ideal also.

Erstmal ist es wichtig klar zu stellen, was wir genau mit den Übungen bewirken wollen.

Es gibt für mich 6 Hauptgründe, das Yoni-Ei zu verwenden und die Übungen damit zu machen. Dazu habe ich einen ganzen Blog geschrieben. Hier ist schon mal die Kurzfassung:

  1. Eine tiefere Verbindung zu dir selbst und zur eigenen Weiblichkeit
  2. Deine orgasmische Natur erwecken
  3. In deine Kraft kommen
  4. Entspannung
  5. Libido und Lebensenergie
  6. Deine Beckenbodenmuskeln kennenlernen

Was sind also die Missverständnisse?

  1. Starke, feste, kraftvolle Muskeln ist das Ziel

Es verbreitet sich immer mehr die Auffassung, dass es wünschenswert ist, richtig starke, feste und sogar enge Muskeln innerhalb der Yoni zu haben.

Doch das ist nicht das, was wir mit den Yoni-Ei-Übungen wollen.

Klar ist es wichtig, dass wir lernen, unsere Muskeln zu aktivieren und anzuspannen, doch es ist genauso wichtig, dass wir sie entspannen können. Vor allem, wenn es um eine erfüllte Sexualität geht. Wenn wir nur fest sind, fühlen wir weniger bis gar nichts und unsere sexuelle Energie kann nicht frei fließen.

Außerdem ist Entspannung wichtig, um loszulassen und um uns hingeben zu können – beides wichtige Qualitäten der weiblichen Sexualität.

Weiterhin ist es wünschenswert, dass wir unsere Muskeln so gut kennenlernen, dass wir sie sogar an unterschiedlichen Stellen innerhalb der Yoni aktivieren können. Dadurch können wir uns selbst innerlich massieren und sogar lustvoll erwecken.

Nicht schlecht, oder?

  1. Das Ei musst du nur einführen und damit rumlaufen

Ich halte nichts von dieser Aussage, da sie dazu führt, dass die Trennung, die ohnehin schon zu unserer Sexualität, unserer Yoni, unserem Beckenboden vorherrscht, verstärkt wird. Die meisten Frauen leben, bedingt durch Scham, Unsicherheit oder aus kulturellen Gründen, von ihrer weiblichen Kraftquelle abgetrennt. Der Irrglaube, es genüge, das Ei einfach nur in sich zu haben, ist ein weiterer Weg, wie diese Trennung verstärkt wird.

Die meisten Frauen vergessen dann sehr schnell, dass das Ei in ihrer Yoni ist und tragen es nebenbei und unbewusst.

Viel kraftvoller ist es, sich täglich ein wenig Zeit zu nehmen, um die Übungen mit dem Ei zu machen. Vorher einen Raum zu schaffen, in dem du dich wohl fühlst und wo du dich mit diesem wunderschönen Teil deines Körpers in Ruhe und ganz bewusst verbinden kannst. Einen Raum, wo du für dich selbst und für alles, was an die Oberfläche kommen mag, da sein kannst.

Dieses Herangehen ermöglicht eine ganz andere Ebene der Verbindung mit dir selbst.

  1. Das Ei musst du nur einführen und es passiert ein Wunder

Dem Yoni-Ei werden unglaubliche Wirkungen zugesprochen, doch die entfalten sich nicht, indem wir das Ei einfach einführen. Klar, das Kristall,, aus dem diese Eier hergestellt sind,  hat an sich schon eine spezifische Heilwirkung, doch das ist nicht der ausschlaggebende Punkt.. Dass das Ei in deiner Yoni liegt, wird nicht automatisch deine Beckenbodenmuskeln bewusster machen oder sie für tiefere Orgasmen re-sensibilisieren. Das wird nur in Kombination mit den Übungen passieren.

Und da hängt es oft.

Nicht nur deswegen, weil wir nicht wissen, wie die Übungen gehen, sondern weil wir es uns oft nicht Wert sind,  uns auf diese Weise Zeit für uns selbst zu nehmen. Das Ganze ist ein Entfaltungsprozess, der nicht von heute auf morgen passiert und der auch manchmal einige innere Widerstände an die Oberfläche bringt. Das gehört dazu, aber wenn wir diesen Weg bewusst gehen, führt uns jede Erfahrung in tiefere Verbindung mit uns selbst und erlaubt, dass das, was bereits in uns wartet, voll erblühen kann.

  1. Das Ei schnell reinstecken

Deine Yoni ist eigentlich nicht dafür gemacht, einfach etwas schnell schnell in sie zu stecken, egal was es ist. Deine Yoni ist rezeptiv, das heißt ihre Natur ist es, zu empfangen.

Wenn wir einfach nur das Ei (oder etwas anderes) reinstecken, ohne vorher unseren Körper zu fragen, und ohne auf eine Antwort zu warten, dann verstärkt das die Trennung von unserer Yoni und unserer weiblichen (empfänglichen) Natur. Zudem kann es passieren, dass die Yoni durch den “Schock” anspannt. Diese Anspannung kann zur Folge haben, dass wir weniger fühlen oder auch, dass wir Schmerzen am Eingang der Yoni bekommen.

Daher ist eine der wichtigsten Übungen, die wir mit dem Ei (oder mit dem Finger) machen können,  unsere Yoni innerlich zu fragen. Dabei erfahren wir, wie sich ihre Antwort, ein “Ja”, ein “Nein” oder ein “noch nicht”, anfühlt.

Bei einem “Ja” zieht sie das Ei oder den Finger aktiv in sich hinein. Das ist so eine unglaublich tiefgreifende Erfahrung, eine Mischung aus Sanftheit, Weisheit und Kraft.

Dieses Erlebnis würde ich keiner Frau raten zu verpassen!

Die Yoni-Ei Übungen sind also keine Fitnessstudio-Übungen, sondern ein Weg, um in tiefe Verbindung mit dir zu kommen. Ein Weg, um dich kennen- und deine weichste, weiblichste Seite lieben zu lernen.

Wenn du gerne die Yoni-Ei-Übungen als Teil deiner Self-Care-Praxis in dein Leben integrieren möchtest, dann könnte mein Yoni-Ei Onlinekurs etwas für dich sein. Dieser Kurs öffnet nur zwei Mal im Jahr. Alle Infos dazu kannst du hier nachlesen. 

Alles Liebe,

Lena

Ich lebe und lehre den Weg der wilden Weiblichkeit. Eine Lebensart die all unsere Facetten – unsere Dunkelheit und unser Licht – begrüßt und feiert. Mit großer Hingabe ermutige und inspiriere ich vor allem Frauen dazu, auf die Stimme ihres Herzens zu vertrauen, ihren Körper zu lieben und zu respektieren, ihre wechselhafte Natur zu würdigen und ihre Sinnlichkeit zu leben.

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