Drei unkonventionelle Wege, um deine innere Stimme zu stärken

Willst du ein Leben leben, das deins ist?
In dem du aufblühst?
In dem du das Gefühl hast, dass du genau das lebst, wofür du hier bist?

Ich hoffe, dass deine Antwort auf alle Fragen JA ist. Doch die Frage, die danach oftmals folgt ist: WIE geht das?

Und da hängt es meist.

In meinen Podcastfolgen über die innere Stimme und zur Berufung beschreibe ich, wie du das WIE-Problem löst und zwar, indem du deine innere Stimme erkennst, ihr vertraust und folgst.

Toll, oder?
Finde ich auch, doch nach dieser großartigen Erkenntnis kommt oft die nächste Frage hoch: Wie genau stärke ich meine innere Stimme?

Dazu ist eine Sache grundlegend: Du stärkst sie immer dann, wenn du ihr folgst. Das klingt jetzt leicht paradox, wenn man sie gar nicht mal hört, doch in Wahrheit liegt oftmals das Problem nicht wirklich darin, dass wir sie nicht hören, sondern dass wir Angst davor haben, ihr zu folgen.

So ist es wichtig, dass du dir, bevor du beginnst deine innere Stimme zu stärken, erstmal die Frage stellst: Bin ich auch wirklich bereit dafür, ihr zu folgen?

Denn wenn nicht, brauchst du dir keine Mühe zu machen, sie klarer und deutlicher zu hören. Das Eine bedingt das Andere. Beide gehen Hand in Hand.

Wenn du also bereit dafür bist, nach ihr zu leben, wenn du im Herzen die Sehnsucht danach hast, DEIN Leben zu leben, dann sind hier von mir drei unkonventionelle Tipps:

1. Miste aus

Vielleicht hast du schonmal von der großartigen Japanerin gehört, die mit ihrer Aufräummethode die Schränke und Abstellkammern der Welt erobert: Marie Kondo. In ihrem Buch über Magic Cleaning beschreibt sie, wie man beim Ausmisten darüber ganz leicht entscheiden kann, was bleibt und was geht. Dafür empfiehlt sie, alles, was man besitzt, in die Hand zu nehmen bzw. an sein Herz zu halten und sich selbst zu fragen: Macht mich das glücklich?

Wenn man das tut, begegnet man im Ausmist-Prozess automatisch Folgendem:

  • Sachen, an denen du festhalten möchtest, weil sie dir irgendwann mal jemand gegeben hat und du diese Person nicht enttäuschen willst, obwohl dir die Sache gar nicht (mehr) gefällt.
  • Sachen, bei denen du Angst hast, sie wegzuschmeißen, weil du sie vielleicht irgendwann in der Zukunft gebrauchen könntest
  • Sachen, mit denen du dich früher voll identifiziert hast, die du voll gerne besessen hast, die sich aber jetzt nicht mehr anfühlen wie deins.

Merkst du was?

Beim Ausmisten begegnest du dem Gleichen, dem du auch auf dem Weg dahin begegnest, deiner inneren Stimme zu folgen. Das heißt: Was denken die anderen von mir? Ist mein Vertrauen tiefer als die Angst, die mich zurück hält? Bin ich bereit, mit dem natürlichen Wandel und Wechsel mitzugehen oder halte ich an dem Alten fest?

Doch das ist nicht das Einzige.

Stundenlang da zu sitzen, Sachen in die Hand zu nehmen und zu fühlen, welche davon dir ein gutes Gefühl geben, heißt, dass du endlos viele Gelegenheiten dazu hast, dich für dich selbst zu entscheiden. Und nach jedem Mal, wo du dich für dich selbst entschieden hast, für das, was sich stimmig und richtig anfühlt, wird das Gefühl in dir lauter sprechen.

2. Bewege dich frei 

Als ich selbst den Zugang zu meiner inneren Stimme verloren hatte, war das, was mich zurück zu mir selbst gebracht hat, jeden Morgen aufzustehen, auf meine Matte zu gehen und mich für eine gewisse Zeit so zu bewegen, wie es sich gut angefühlt hat.

Mit meinen Bewegungen,
Streckungen,
Dehnungen,
und mit dem Schütteln,
Tanzen und Tönen,
habe ich erlaubt, dass das, was innen ist, nach außen kommen kann.

Das Ganze ist deshalb so tiefgreifend, weil wir meist nur blind dem folgen, was uns von außen vorgegeben wird. Doch uns an einer Vorgabe festzumachen, die von außen kommt, ist nicht nur ein Raub an unserer Einzigartigkeit und an dem, was in uns steckt, sondern es wird uns auch nie wirklich erfüllen.

So ist jede Übung, die den Ausdruck von innen nach außen stärkt, Gold wert. Dazu kommt, dass die innere “Stimme” ein Ganzkörper-Gefühl ist und je mehr du dem Gefühl, was sich stimmig in deinem Körper anfühlt, folgst, desto deutlicher wird es.

Dafür kannst du:

  • dich jeden Tag für 10 – 15 Minuten frei bewegen und dehnen, so wie es sich gut anfühlt
  • zum Ecstatic Dance, 5 Rhythmen, oder zum Freien Tanzen gehen. Dies sind alles Tanzarten ohne Alkohol und Drogen, wo es darum geht, bei sich zu sein und zu erlauben, dass das, was in dir ist, nach außen kommen kann.
  • Zu den Women’s Circle kommen, denn dort wirst du dazu ermutigt, so zu sein, wie du bist mit allem, was dazu gehört.

3. Gehe in den Wald

Die Natur lebt nach den Impulsen von innen. Sie wartet, wann die Zeit für etwas reif ist und geht dann mit. Natürlich, von innen nach außen. Nirgends gibt es einen Baum, der die Blätter im Herbst festhält, weil er Angst davor hat sie loszulassen. Oder einen, der die Blüten schon im Winter krampfhaft probiert zum Blühen zu bringen, weil er denkt, dass er es sollte.

Die Natur lebt von innen nach außen und wir?
Wir sind ein Teil dieser Natur.

Auch wir haben ein Gefühl (innere Stimme) dafür, wann die Zeit für etwas reif ist, was als nächstes ansteht und wo es hingeht. Da alles im Äußeren ein Spiegel für das ist, was im Inneren ist, lässt uns Zeit in der Natur an das Natürliche in uns erinnern.

Also, gehe raus!
So oft du kannst.
Gehe in den Wald und beobachte,
werde still,
entdecke und
lass das, was um dich herum passiert, auf dich wirken.
Denn es wird tief in dir wirken.

Wenn dir einer dieser Tipps zuspricht, dann mache es!

Deinen eigenen Weg zu gehen ist eine Entscheidung.
Eine Entscheidung, die du in jedem Moment treffen kannst und du entdeckst nur dann, was alles möglich ist, wenn du dich dafür entscheidest, loszugehen.

Jeden Tag dafür loszugehen.

So teile mir unten in den Kommentaren gerne mit: Wohin und zu was ruft es dich zur Zeit?

Mögest du deinen Weg gehen und vertrauen, dass das Leben dich hält!

In Liebe,

Lena

(Bild von Darius Bashar via Unsplash)

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Ich lebe und lehre den Weg der wilden Weiblichkeit. Eine Lebensart die all unsere Facetten – unsere Dunkelheit und unser Licht – begrüßt und feiert. Mit großer Hingabe ermutige und inspiriere ich vor allem Frauen dazu, auf die Stimme ihres Herzens zu vertrauen, ihren Körper zu lieben und zu respektieren, ihre wechselhafte Natur zu würdigen und ihre Sinnlichkeit zu leben.

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