Was deine Brüste mit deinem Orgasmus zu tun haben.

Wenn du jetzt gerade nicht zufällig in der U-Bahn sitzt oder in einem Großraumbüro, dann nimm deine Brüste in die Hand, schließe deine Augen und fühle sie.
Atme in sie hinein.
Ein und aus.
Ein und aus.
Fühle deine Hände durch deine Brüste.
Lass dir Zeit, um eine Verbindung aufzubauen.
Einatmen.
Ausatmen.
Wenn du fertig bist, sprich einen Satz der Wertschätzung aus.
Für deine Brüste
und für dich.

Deine Brüste zu halten,
zu fühlen,
zu spüren
und zu würdigen ist notwendig, denn seit Hunderten von Jahren haben die meisten Frauen die Hoheit über ihre eigenen Brüste abgegeben.

Wieso?

Weil wir sie nicht in Anspruch nehmen und überall dort, wo wir den Anspruch auf etwas nicht erheben, erhebt ihn ein anderer. Dies ist der Grund, weshalb unser Selbstwert bei Schöheitsideals auf dem Küchentisch liegt, unsere Intuition bei Rationals zuhause abhängt und unsere erfüllte Sexualität bei Schams unterm Sofa schlummert (mehr dazu in meinem Blog über die weibliche Kraft).

Das Gleiche ist mit unseren Brüsten ebenfalls passiert. Doch, wo sind sie hin?

Erstens sind sie bei unseren Babies, was auch richtig und wunderschön so ist, doch, sie sind nicht NUR für das Stillen gedacht. Das ist etwas, was im Muttersein oft vergessen wird.

Zweitens sind sie auf den Werbeplakaten und auf Verkaufsflyern zu finden (und verkaufen dadurch eine Menge). Sie sind dort so präsent, dass bei uns Frauen selbst das Gefühl bleibt, dass unsere Brüste im Vergleich zu klein, zu rund, zu hängend oder zu ungleich sind. So leben wir von unseren Brüsten und somit von unserer Kraft abgetrennt.

Drittens haben wir sie unserem Partner überlassen, der sie zum allein ihm gehörenden Genussobjekt voll in der Hand hat (im wahrsten Sinne des Wortes).

Ich würde mal sagen, dass es an der Zeit für eine Veränderung ist, denn unsere Brüste gehören uns und sind laut den Taoisten sogar das Tor zum weiblichen Orgasmus.

Klingt interessant, oder? Was meinen die Taoisten damit?

Jeder von uns hat einen positiven/ Yang-Pol (von dem Energie ausstrahlt) und einen negativen/Yin-Pol (der Energie aufnimmt). In diesem Fall geht es um die sexuelle Energie – auch Erregung oder Lust genannt. Erregung baut sich über den Positivpol auf und fließt dann in den Negativpol über.

Das heißt konkret: unsere Brüste sind unser Positivpol, unsere Yoni der Negativpol. Unsere sexuelle Erregung baut sich über unsere Brüste auf und fließt dann, wenn wir uns offen und voll erregt fühlen, in unsere Yoni über. Unsere Yoni wiederum öffnet sich durch diese Erregung und ist erst dann bereit für Penetration. Keine Sekunde früher (wieso genau erfährst du in meinem Blog über die Vagina). Eine Yoni, die entspannt und voll erregt ist, macht tiefe, orgasmische Erfahrungen möglich.

Um die sexuelle Energie in unseren Brüsten zu kultivieren, ist es wichtig zu erlernen, wie sie am liebsten berührt werden.

Essentiell ist eine Berührung, die uns das Gefühl der Expansion, der Erregung und der Lust gibt. Ich bin mir sicher, dass jede Frau es mal erlebt hat, an die Brüste gefasst zu werden in einer Art, die sie hat sich zusammen ziehen lassen. Sprich, die Nippel gezwickt, die Brüste robust gegrapscht, usw. Genau das gilt es zu vermeiden und um das zu tun, ist es notwendig, dass du deine Brüste bewohnst und sie selbst gut kennenlernst, damit du auch für sie sprechen kannst.

Berühre sie,
massiere sie,
würdige sie,
und fühle sie.
Fühle sie von innen.
Fühle deine Hände und fühle, wie sie berührt werden möchten.
Wie fühlt es sich gut an?

Wenn wir damit beginnen, unsere Brüste zu berühren, kommt es nicht selten vor, dass sich Emotionen wie z.B Tränen oder Wut zeigen. Das ist normal. In unserem Herzen sind die Erinnerung an Enttäuschungen, die wir erfahren haben und auch der Schmerz aus den Momenten, in denen wir unschön berührt wurden, gespeichert. Hier sitzt die Traurigkeit darüber, dass wir diesen so wunderschönen Teil unseres Körpers so lange von uns abgetrennt haben und als unvollkommen entwertet haben. Wenn also Emotionen an die Oberfläche drängen, dann fühle sie. Drücke sie nicht weg, sondern bleibe bei dir. Diese Tränen machen dein Herz frei.

Unseren Brüsten wieder die Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Liebe zu schenken, die sie seit so vielen Jahrhunderten nicht bekommen haben, ist ein großer Schritt in deine Kraft als Frau. Sie wieder zu berühren und kennenzulernen, ermächtigt dich in deiner Sexualität. Denn wenn du weißt, was du willst und was dir gut tut, kannst du auch darum bitten und deinem Partner zeigen, wie du gerne berührt werden möchtest.

Ich kann es dir also nur ans Herz legen, deine Brüste regelmäßig zu berühren, in dem du sie zum Beispiel …

… gleich in der Früh vor dem Aufstehen mit deinen überkreuzten Händen hältst und in sie hinein atmest.
… sie liebevoll in der Dusche mit Seife oder mit einem schönen Öl vor dem Spiegel einmassierst.

Vergiss dabei nicht:
Deine Brüste sind wirklich perfekt und wunderschön, so wie sie sind!
Du bist perfekt und wunderschön, so wie du bist!

Wenn du mehr über dieses Thema erfahren möchtest, dann komm zu meinem Workshop “Weibliche Sexualität” am INANA Institut am 03.02. oder schau dir das Module 2 der Feminine Soul Series an.

Alles Liebe für dich,

Lena

 

(Bild von der talentierten Lissy Routil)

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Ich lebe und lehre den Weg der wilden Weiblichkeit. Eine Lebensart die all unsere Facetten – unsere Dunkelheit und unser Licht – begrüßt und feiert. Mit großer Hingabe ermutige und inspiriere ich vor allem Frauen dazu, auf die Stimme ihres Herzens zu vertrauen, ihren Körper zu lieben und zu respektieren, ihre wechselhafte Natur zu würdigen und ihre Sinnlichkeit zu leben.

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