Gib deiner Vagina eine Stimme!

Es ist kein Zufall, dass so viele Frauen abgetrennt von ihrer weiblichen Kraft leben und gleichzeitig unverbunden sind mit ihrer eigenen Vagina.

Tatsache ist, zwischen deinen Beinen, in dem gesellschaftlich verpöntesten Platz deines weiblichen Körpers, liegt deine Weiblichkeit:
deine rezeptive Natur,
deine Sinnlichkeit,
deine Leidenschaft, Lust und Sexualität,
dein tiefes Wissen und Weisheit,
dein Gefühl für das, was richtig und stimmig ist in jedem Moment,
deine Kreativität,
dein Mitgefühl und dein Einfühlungsvermögen.

Stelle dir mal folgende Fragen:
Wie oft fühlst du deine Vagina?
Erkennst du und würdigst du ihr Ja und ihr Nein?
Berührst du sie regelmäßig liebevoll, ohne Ziel und mit Wertschätzung?
Hörst du, was sie sagt? Wie sie auf deine Umgebung reagiert und auf das, was um dich rum passiert?

Ich verrate dir mal ein Geheimnis: alles was wir wertschätzen, erblüht und entfaltet sich. Egal, was es ist. Das heißt: je mehr du deine Vagina bewohnst, würdigst und schätzt, desto mehr wachsen die weiblichen Superpowers in dir.

Dazu von mir eine kleine Anregung. Ich nenne es: was deine Vagina zu dir sagen würde, wenn sie sprechen könnte.

Gib mir endlich einen passenden Namen
Dass wir abgetrennt von unserer Vagina leben, macht sich in erster Linie durch die Tatsache bemerkbar, dass wir nicht mal ein passendes, gutes, würdevolles Wort für sie haben!
Werde dir mal bewusst, wie wir sie aktuell nennen:

  • Mumu: das ist Kindersprache. Der Name fühlt sich nicht wirklich nach weiblicher Kraftquelle an, oder?
  • Pussy, Muschi und Fotze: das sind Beleidigungswörter
  • Scheide: Eine Scheide nennt man die Hülle von einem Schwert. Doch sie ist für viel mehr da, als für das.
  • “Da unten”: das klingt wie “ich hier oben und das da unten irgendwo.” Abtrennung pur.
  • Vagina: sachlich, medizinisch und erinnert an Frauenarzttermine, Apotheke und Vaginalpilz.

Krass oder?
Veränderung und Wertschätzung fängt mit uns selbst an.
Der erste Schritt dahin, unsere Kraft zurück zu holen ist, dass wir unserer Vagina einen guten Namen geben. Meine Empfehlung : YONI.
Yoni ist das Sanskrit-Wort für die weiblichen Genitalien. Dazu gehört die Vulva, die Vagina und der Uterus. Übersetzt heißt Yoni, Quelle des Lebens, heiliger Tempel, heiliger Raum. Genau so möchte ich sie würdigen. Wie einen Tempel. Außerdem möchte ich auch, dass dieser Ort von anderen so behandelt wird.

Ich brauche keine Hygienemittel
Ein Glaubenssatz, den wir tief verinnerlicht haben, ist, dass die Yoni etwas Dreckiges ist. Ist dir schon einmal aufgefallen, wie viele weibliche Hygieneartikel (spezielle Waschlotions, Sprays, usw.) es zu kaufen gibt? Alles mit der Absicht unseren Eigengeruch zu nehmen.
Jetzt mal ganz ehrlich … gehts noch?
Deine Yoni hat einen eigenen PH-Wert und reguliert sich von selbst. Seifen und Pflegemittel können ihre guten Bakterien abtöten und die Yoni reizen. Wasser ist vollkommen ausreichend, um deine Yoni zu waschen.
Ja, deine Yoni hat einen Duft. Es ist nun mal so und diesen Duft gibt es nicht zufällig. Er enthält sogenannte Pheromone, sexuelle Lockstoffe, die dafür da sind, einen Partner/eine Partnerin anzulocken. Etwas ganz Natürliches und Normales. Und Gutes und Tolles!

Berühre mich!
Deine eigene Yoni regelmäßig zu berühren (indem du z.B. vor dem Einschlafen deine Hand auf sie legst oder sie sinnlich berührst und massierst) stellt deine Verbindung zu ihr wieder her und löst das Abgetrennt-Sein.

Höre mein Ja und mein Nein und würdige meine Grenzen.
Lerne das JA und das NEIN deiner Yoni kennen und respektiere es.
In meinem Artikel über die weibliche Sexualität habe ich geschrieben, dass wir Frauen viel länger brauchen, um sexuell voll erregt zu sein, als Männer. Erst wenn wir voll erregt sind, öffnet sich die Yoni und mit der Yoni auch das Herz. Es ist kein kleiner Akt dich zu öffnen und jemanden in dich rein zu lassen. Wenn dein Ja also nicht deutlich und unverkennbar ist, dann ist es ein Nein und braucht noch Zeit.
Das ist so wichtig, denn unser Nein zu ignorieren (und es trotzdem zu machen) hat langfristig unerfreuliche Auswirkungen auf unsere Sexualität: wir fühlen weniger, haben weniger Lust und entfernen uns von unserem orgasmischem Potential. Denn zu früh penetriert zu werden, ist wie ein Schock für die Yoni. Als Resultat spannt alles und das führt zu Taubheit und zu Schmerzen. Außerdem verstärkt es weiterhin die Trennung zwischen deiner Yoni/deiner Kraft und dir.
Dein Ja und Nein zu kennen und zu würdigen, ist eines der größten Geschenke, die du dir geben kannst.

Ich helfe dir dabei, Entscheidungen zu treffen
Das ist der Hammer… wirklich. Ich kann dir wärmstens empfehlen, dir bewusst zu werden, wie deine Yoni auf deine Umgebung reagiert. Vor allem, wenn es um die Partnerauswahl geht.
Mir ist bewusst geworden, dass, wenn ich mich bei jemandem wohl fühle, gewürdigt und angenommen, dann fühle ich es in meiner Yoni. Sie öffnet sich, entspannt sich und wird feucht! Ja, auch bei Unterhaltungen! Wenn das Gegenteil der Fall ist, dann macht sie zu. Es ist so, als würde sie sich zurückziehen und das ist für mich ein Zeichen dafür, dass etwas nicht passt. Auch wenn ich es nicht rational erklären kann. Ich nenne es das Yoni-Gefühl. Probiere es mal aus!

Nun würde ich mich freuen, von dir zu hören: Was nimmst du von diesem Blog mit? Hast du ein paar neue Erkenntnisse? Hinterlasse gerne ein Kommentar!

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Ich lebe und lehre den Weg der wilden Weiblichkeit. Eine Lebensart die all unsere Facetten – unsere Dunkelheit und unser Licht – begrüßt und feiert. Mit großer Hingabe ermutige und inspiriere ich vor allem Frauen dazu, auf die Stimme ihres Herzens zu vertrauen, ihren Körper zu lieben und zu respektieren, ihre wechselhafte Natur zu würdigen und ihre Sinnlichkeit zu leben.

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