Eine Sache, die dein Leben und deine Beziehungen verändern wird.

ICH HABE BEDÜRFNISSE

Wir haben alle Bedürfnisse.
Dazu gehören nicht nur Bedürfnisse wie Essen, Ruhe und Schlaf, sondern ebenfalls das Bedürfnis anerkennt, wertgeschätzt, angenommen, gesehen, und gewürdigt zu werden. Wir haben das Bedürfnis nach Intimität, nach Berührung, nach Nähe und nach Liebe. Wir brauchen Zeit für uns allein, Stille, soziale Kontakte, eine Umgebung, in der wir uns wohlfühlen, usw.

Es gibt endlos viele Bedürfnisse, die ich jetzt nicht alle aufgelistet habe. Tatsache ist, dass wir sie haben und dass daran nichts verkehrt ist. Das anzuerkennen, ist der erste Schritt dahin, frei zu sein.

ICH WEIß, WAS MEIN BEDÜRFNIS IST

Wenn uns klar ist, dass wir Bedürfnisse haben, dann ist es als nächster Schritt wichtig zu erkennen, wann wir ein ungestilltes Bedürfnis haben. Das macht sich vor allem an dem Gefühl bemerkbar, …
… dass wir nicht bei uns oder in unserer Mitte sind.
… dass irgend etwas nicht passt und nicht stimmig ist.
… dass wir uns unwohl fühlen.
… dass wir gereizt oder genervt sind.
… dass wir uns unzufrieden und unausgeglichen fühlen.

Wenn wir merken, dass wir etwas brauchen, dann ist es nicht immer einfach zu wissen, was das genau ist. Das liegt daran, dass wir es in unserer Gesellschaft und in unseren Familien nicht vorgelebt bekommen haben, uns die Frage danach, was wir brauchen, regelmäßig zu stellen. Vor allem nicht als Frau, denn über Generationen hinweg bis zum heutigen Tag ist der Status Quo dieser: Frauen stellen ihre Bedürfnisse hinten an.

Doch das alles kann sich verändern.
Die Veränderung beginnt in jeder Einzelnen von uns.
Sie beginnt dann, wenn wir uns regelmäßig die Frage stellen: Was brauche ich?
Sie beginnt dann, wenn wir unsere Antwort darauf ernst nehmen.

ICH GEBE MIR SELBST DAS, WAS ICH BRAUCHE

Wenn du dir im Klaren darüber bist, was du brauchst, dann ist es notwendig, dir die Frage zu stellen: Kann ich das mir selbst geben? Diese Frage ist revolutionär, denn sie sagt aus,
dass du dich um dich selbst kümmern kannst,
dass du allein für dich verantwortlich bist,
dass du keine Erlaubnis dafür brauchst, dir das zu geben, was du brauchst und
dass du wertvoll bist.
Sprich, wenn du Ruhe brauchst, gib sie dir,
wenn du Hunger hast, esse,
wenn du allein sein möchtest, dann schaffe Raum dafür.

Oftmals warten wir darauf, dass uns jemand fragt, was wir brauchen, anstatt das Ganze selbst in die Hand zu nehmen. Ein weiterer Weg, wie wir unsere Kraft verschenken.

ICH KOMMUNIZIERE MEINE BEDÜRFNISSE

Wenn wir wissen, was uns fehlt und was wir brauchen und wir es uns selbst nicht geben können, dann kommt die nächste Chance, um in die eigene Kraft zu kommen: Die Bedürfnisse kommunizieren. Wieso dieser Schritt so Angst machen kann, hat folgende Gründe:

Angst davor, die andere Person zu verletzen

Unsere Bedürfnisse auszusprechen, kann in unseren Mitmenschen oft das Gefühl, nicht geliebt oder nicht gewollt zu sein, hervorrufen, auch wenn wir diese Absicht nie hatten. Wir können einander nicht vor Wunden und Verletzungen schützen. Die Schmerzen, die in solchen Momenten hochkommen, sind uralt und haben mit uns und mit dem eigentlichen Moment nichts zu tun. Der Moment ist nur ein Auslöser und bringt alten Schmerz an die Oberfläche. Das ist sogar ein Geschenk, wenn wir wissen, wie wir damit umgehen können. Es klingt jetzt vielleicht paradox, aber in der Tat ist es etwas Positives, wenn andere sich durch die Kommunikation deiner Bedürfnisse verletzt fühlen. Wieso das so ist, teile ich nächste Woche im Blog.

Angst davor, abgelehnt zu werden

Wenn wir das Bedürfnisse teilen, dass wir gerne gehalten werden wollen, gestreichelt werden wollen oder ähnliches, dann kann es sein, dass es für die andere Person nicht passt. Und das ist ok, denn die andere Person hat auch Bedürfnisse und genauso wie du deine eigenen würdigst und ehrst, ist es auch wichtig, die Bedürfnisse der anderen zu würdigen und zu ehren. Es hat nichts mit dir persönlich zu tun, wenn dein Gegenüber nein sagt. Lese dazu am besten nochmal meinen Blog über Ablehnung durch. Da steckt eine Menge zu dem Thema drin.

ICH BIN FREI

Deine Bedürfnisse zu erkennen und zu kommunizieren macht frei. Es ist wichtig, dass sie gesehen, gehört und gewürdigt werden. In erster Linie von dir selbst.

So möchte ich dich heute ermutigen, deine Bedürfnisse in jedem Moment kennenzulernen und auch aussprechen zu lernen. Du bist für dich verantwortlich. Es ist lediglich deine Aufgabe dafür zu sorgen, dass es dir gut geht. Gib dir das, was du brauchst und nimm das, was du brauchst ernst. Du bist es wert.

Nun würde ich mich freuen, von dir zu hören:
Welche Herausforderung erlebst du dabei, deine Bedürfnisse zu kommunizieren?
Teile es mir in den Kommentaren mit!

Lena

PS: In jedem Modul der Feminine Soul Series wirst du dazu ermutigt, bei dir zu sein und deine Bedürfnisse zu spüren und zu kommunizieren. Diese Serie bringt dich in so vielerlei Hinsicht in deine Kraft und ich kann es kaum abwarten, die Tore dafür in den nächsten zwei Wochen für euch zu öffnen.

(Bild von William Randles via Unsplash)

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Ich lebe und lehre den Weg der wilden Weiblichkeit. Eine Lebensart die all unsere Facetten – unsere Dunkelheit und unser Licht – begrüßt und feiert. Mit großer Hingabe ermutige und inspiriere ich vor allem Frauen dazu, auf die Stimme ihres Herzens zu vertrauen, ihren Körper zu lieben und zu respektieren, ihre wechselhafte Natur zu würdigen und ihre Sinnlichkeit zu leben.

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