5 Schlüssel um sexuell ermächtigt zu leben

Ich bin diese Woche spontan nach Holland gefahren und gehe heute Abend auf eine tantrische Temple Party.
Eine Temple Party ist ein geschützter Ort, um Grenzen, Wünsche und Unsicherheiten rund um die eigene Sexualität kennenzulernen.

Klingt krass, oder?
Das habe ich mir viele Jahre lang auch gedacht.
Nie hätte ich mir vorstellen können auf so eine Party zu gehen.
Aus Unsicherheit.
Aus Angst, dass ich zu etwas gezwungen werde.
Aus Besorgnis, dass ich danach schräg angeschaut werde.

Doch jetzt sehe ich das Ganze anders.
Nun ..
… habe ich erkannt, dass Sexualität etwas Natürliches ist – ein wichtiger Teil von meinem Menschsein.
… fühle ich mich selbst und meinen Körper viel intensiver und weiß, wann mir etwas gut tut und wann nicht.
… habe ich meine Grenzen kennengelernt und gelernt, dass sie zu kommunizieren ein wichtiger Akt der Selbstliebe ist.

Kurz gesagt: Ich bin ermächtigter in meiner Sexualität (und natürlich dadurch auch im Leben). Es ist so, als wäre ich von der verunsicherten Teenage-Lena, die rot wird, wenn über Sex gesprochen wird, und die keine Ahnung hat, wie sie mit ihrem Körper umgehen soll, zu einer Frau gereift, die sich kennt, und die Verantwortung für sich selbst übernimmt.

Und das ist befreiend.

So befreiend, dass es mir sehr am Herzen liegt, all mein Wissen und meine bisherigen Erfahrungen mit anderen Frauen zu teilen!

Hier sind meine 5 Schlüssel, um sexuell ermächtigt zu leben. Ich hoffe, dass sie dich inspirieren und dir den Mut geben, zu vertrauen, dass du bereits alles in dir trägst.

Eine sexuell ermächtigte Frau …

  1. … kennt ihren Wert

Das ist der Anfang.
Du bist es wert, einen Partner/eine Partnerin zu haben, der/die dich respektiert und schätzt. Eine Person, die auf deine Bedürfnisse eingeht und auch danach bestrebt ist, mit dir zu wachsen.
Doch diesen Wert gibst du dir in erster Linie selbst.
Es fängt bei dir an.
Ermächtigung beginnt mit Selbstliebe.
Mit dem Wissen, dass du es wert bist.

  1. … fühlt ihr JA und ihr NEIN

Deinen Körper tief und innig zu kennen, lässt dich bemerken, wann er zu etwas JA oder NEIN sagt.
Die weibliche Sexualität ist ganz anders als die männliche. Frauen brauchen in der Regel viel viel länger, um erregt zu sein und somit um ein JA im gesamten Körper zu fühlen. Doch in dieser schnell-schnell Welt verlieren wir oft die Geduld und denken, dass es schneller gehen sollte.
Das führt dazu, dass wir oft unsere Körpersignale nicht beachten und somit nicht würdigen. Dadurch entfernen wir uns von uns selbst.
Dein JA und dein NEIN zu kennen, ist somit ein Weg, um dir selbst treu zu bleiben. Ein Akt der Selbstliebe.

  1. … kennt ihren Körper und weiß was sie will

Es obliegt nicht der Verantwortung einer anderen Person, dich zu erfüllen und zu wissen, was du willst. Es klingt vielleicht hart, aber so zu leben (nicht nur in deiner Sexualität) ist unbefriedigend. Deswegen: Finde heraus, was dir gefällt und was nicht. Wie du gerne berührt wirst, welche Stimmung dir am besten hilft, um dich zu entspannen und was du brauchst, um dein Gedankenkarussell beiseite zu schieben. Informiere dich über deinen Körper, über die weibliche Sexualität und lerne dich selbst kennen. Das Ganze macht nicht nur Spaß, sondern schenkt dir nebenbei noch eine Menge Selbstvertrauen.

  1. … kommuniziert ihre Wünsche und ihre Grenzen

Nachdem du dein Ja und dein Nein fühlst, kannst du es kommunizieren. Diese Kommunikation ist nicht immer das einfachste. Am Anfang ist es holprig, unsicher und recht verletzlich (oder geht es nur mir so?), doch es lohnt sich. Außerdem ist es befreiend zu erkennen, dass du selbst entscheiden kannst, was du willst und was nicht.

  1. … kultiviert ihre Lust  

Sexualität, Lust, Erregung, Libido – wie auch immer du es nennen magst – ist etwas, was du kultivieren kannst. Dafür brauchst du keinen Partner oder Partnerin, denn du bist von Natur aus ein sexuelles Wesen.
Deine Lust kultivierst du nicht nur durch Selbstbefriedigung, sondern ebenfalls durch eine Umgebung, in der du dich wohl, gehalten und genährt fühlst. Weiterhin gibt es im Tantra und im Taosismus Übungen, um diese sexuelle Energie (die auch die Lebensenergie ist) zu stärken.

Zum Abschluss eine Erinnerung:

Deine Sexualität ist heilig, natürlich und menschlich. Sie zu leben und zu nähren ist ein Ausdruck deiner Liebe gegenüber dem Leben selbst.

 

Hat dir dieser Blog-Post gefallen?

Dann freue dich auf wöchentliche Inspiration von mir in deine Inbox!

Danke!
Ich lebe und lehre den Weg der wilden Weiblichkeit. Eine Lebensart die all unsere Facetten – unsere Dunkelheit und unser Licht – begrüßt und feiert. Mit großer Hingabe ermutige und inspiriere ich vor allem Frauen dazu, auf die Stimme ihres Herzens zu vertrauen, ihren Körper zu lieben und zu respektieren, ihre wechselhafte Natur zu würdigen und ihre Sinnlichkeit zu leben.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *